Sicherheit im Hotel

Hotel-Tipps / Restaurant-Tipps

 

Sie reisen gerne und viel, dann sollten Sie auch an Ihre Sicherheit denken. Es geht hier nicht darum, dass man sich nachts nicht in dunklen Bahnhöfen herumtreiben soll, sondern um die Kleinigkeiten, an die man nicht denkt. Hier unsere Tipps, die man befolgen kann oder nicht.

 

Viren-Info vorab:
die meisten Viren befinden sich nicht auf der Bahnhofs-WC-Deckeln (sondern immer am Griff der Klobürste) oder der PC-Tastatur (sondern am Griff eines jeden Einkaufswagens); diese werden NIE gereinigt oder desinfiziert.

Sicherheits-Tipps:
Es wird viel über Sicherheit mit Computern, Internetverbindungen usw. geschrieben. Oft wird aber die eigene Sicherheit vergessen. Wer häufig reist,  vergisst die einfachsten Regeln. Es geht nicht um Überfälle (wer sich nachts in dunklen Gegenden herumtreibt, hat ja schon fast selber Schuld), sondern um Unfälle und Unglücke, die leider passieren können. Hier ein paar Tipps:
Hotels
Hoteletage: Im obersten Stock gibt es oft eine herrliche Aussicht, aber Feuerwehrleitern kommen (je nach Ausrüstung der Feuerwehren bis maximal zur 12 Etage, oftmals ist schon bei der 8. Etage Schluss). Und aus 30 Metern in ein Sprungtuch fallen ist auch nicht schön.

Zimmerlage: Zimmer zum Garten sind schön. Aber der Rasen nimmt die Gewichte von Feuerwehrautos nicht auf. Wenn man ein Stammhotel hat und drauf achten kann, dann sollte man es tun. Es gibt auch schöne ruhige Zimmer mit Rettungsmöglichkeit.

Rettungswege: Im Hotel sollten nach dem Bezug des Zimmers sofort (bevor Laptop, Fernseher eingeschaltet werden) die Fluchtwege studiert werden. An der Zimmertür hängt ein Fluchtplan. Und auf dem Flur sind grüne EXIT Schilder zu sehen, die bei Stromausfall leuchten sollen. Tun sie aber nicht immer. Daher den Weg auch Blind einstudieren. Nachts kann es bei Rauch ganz schön dunkel sein. Und bitte auch mal zu einer Rettungstür gehen. Wenn Sie nicht alarmauslösend ist (das muss dran stehen), einfach mal öffnen. Man glaubt gar nicht, wie viele Türen verschlossen sind. Und wenn das der Fall, dann den Manager extrem fest sofort an den Ohren ziehen und nicht erst beim Frühstück. Und notfalls mit dem Ordnungsamt und Hotelbewertungsportalen drohen.

Zimmerschlüssel: Der Zimmerschlüssel muss nachts griffbereit sein und auch bei Dunkelheit gefunden werden. Einfachere Hotels haben ja wirklich noch einen Schlüssel, der dann von innen an der Tür steckt. Im Normalfall ist es aber die Plastikkarte. Und wo liegt die? Denn diese Karte muss im Alarmfall mitgenommen werden. Wer nachts bei Feueralarm auf den Flur hetzt, wird feststellen, dass die Zimmertür von alleine zugefallen ist. Und wenn der Fluchtweg im Hotelflur versperrt ist, dann ist das eigene Zimmer immer noch der sicherste Ort. Aber ohne Plastikschlüssel ist kein hineinkommen in das Zimmer. Einige Hotels haben für den Zimmerschlüssel eine Aufnahmehalterung an der Tür, die meistens auch Strom an- und abschaltet. Wenn dem nicht so ist, dann die Plastikkarte hinter den Lichtschalterrahmen an der Tür klemmen oder irgendwie sonst an die Tür klemmen.

Nothammer: Es gibt Hotels, bei denen sind die Fenster nicht mehr zu öffnen oder nur leicht zu kippen. Diese Scheiben sind mit keinem Möbelstück zu zerstören (Sicherheitsglas). Es hilft nur der kleine Nothammer, der kostet im Baumarkt ca. 8 Euro. Der hat immer im Koffer zu sein (nicht im Handgepäck beim Fliegen, das mögen die Kontrolleure nicht).

Bindfaden: Der Flur brennt, die Scheibe ist kaputt, aber wie bekommt die Feuerwehr ein Rettungsseil in die 5. Etage? Der Leiterwagen braucht immer mehr Zeit, als die freiwillige Feuerwehr, die meist gleich um die Ecke beheimatet ist. Jedes Feuerwehrauto hat grosse Mengen Personenseile an Bord.
Man muss nur ca. 30 Meter Band – Paketband oder ein anderes stabiles Band im Koffer haben. Dieses beschwert man mit einem Schuh oder einer Tasse, oder was immer greifbar ist und lässt das Band herunter. Die Feuerwehr knotet ein Seil an und dieses zieht man hoch und bindet es im Zimmer sehr fest an. Nicht geeignet ist der Siphon (Wasserablass am Waschbecken), denn der reißt heraus. Bettgestell, eventuell normale Heizungsrohre, oder das WC-Becken sind gute Alternativen. Seil einmal um sich herumlegen, eventuell durch einen Gürtel ziehen und blutige Hände holen (weil man im Sommer ja keine Handschuhe dabei hat). Aber das ist besser, als gegrillt zu werden. Und beim Abseilen die Ruhe bewahren. Wenn man nicht loslässt, fällt man auch nicht. Und das Seil hält einiges aus. (Diese Aussage könnte aber auch wieder eine Anregung sein, um den Bodymaßindex zu senken)

 

Im Flugzeug:

Notausgänge:
Fliegen macht Spaß. Häufig fliegen lässt Nachlässigkeit aufwachsen. Bei jedem Flug sollte man die Sicherheitskarte anschauen und studieren. Und man sollte auch schauen, wo die Notausgänge sind. Hilfreich ist es immer, wenn man die Stuhlreihen bis zum Notausgang zählt. Bei Dunkelheit und Qualm kann man sich notfalls vortasten. Fensterplätze sind nett und man kann den Kopf so schön anlehnen. Aber haben Sie schon mal versucht, über den dicken Nachbarn zu klettern. Das geht schon nicht, wenn der wach ist. Daher immer den Gangplatz wählen.

Schuhe:
Vor dem Start und vor der Landung sind die Schuhe angezogen. Die Masse aller Flugunfälle ist beim Start und bei der Landung. Und ich möchte nicht ohne Schuhe über Glassplitter laufen. Frauen sollten beim Fliegen keine Stöckelschuhe tragen, denn die behinden auf der Notrutsche und die müssen vor der Rutsche ausgezogen werden. Im Flug selber können Sie dicke Socken anziehen, denn beim Fallen aus 10.000 m ist es egal, ob man Schuhe anhat. (Sorry an alle Flugängstlichen, aber Fliegen ist sicherer als Autofahren) Und immer daran denken, der Kapitän will meistens auch nach Hause zu seiner Familie.

Sicherheitsgurt:
Der ist bis zum Rollen der Maschine oder bis zur Anweisung des Kabinenpersonals nicht angelegt. Die Techniker tanken die Maschine ja parallel zum Einsteigen.
Und der Gurt ist ab dann, bis zum völligen Stillstand am Zielort, angelegt, sobald man am Platz sitzt. Nur Anfänger und betrunkene Mallorca-Fans aus Gelsenkirchen schnallen sich ab, wenn der Gong ertönt. Das Signal heißt nicht “bitte jetzt abschnallen”, sondern jetzt dürfte man mal auf die Toilette gehen. Bei Turbolenzen gibt es viele nicht angeschnallte Verletzte an Bord. Das Flugzeug hält die Turbolenzen aus, der eigene Kopf nicht. Und wer schon mal 200 m durchgesackt ist, weiß was „Trägheit der Masse“ bedeutet. Cola, Kaffee, Essen und die Gelsenkirchener hängen unter der Decke.

Ein weitere Fehler ist es sich noch im Rollen oder Ausrollen des Flugzeuges abzuschnallen. Ein mit Tempo 30 rollender Airbus steht bei Vollbremsung auf der Stelle. Da rutscht nix nach. Ohne Gurt hängt man im Vordersitz. Und wer dann schon im Gang steht (weil er es “eilig” hat) kommt wirklich als erster raus, auf der Trage. Habe ich selber schon gesehen.
Tipp: ich habe immer eine Hand an der Rückenlehne des Vordersitzes beim Aufsetzen des Flugzeuges und während des Rollvorganges zum Abstellplatz. Ein Flugzeug, dass aus Tempo 30 wegen eines querkommenden Vorfeldautos bremsen muss, rutscht nicht, sondern steht sofort auf 0 km/h. Und beim Aussteigen alle rennen lassen, der Bus wartet immer bis zum letzten Gast.

 

Im Zug:
Im Zug ist man der Geschwindigkeit besonders ausgesetzt. Ein ICE mit Tempo 250 braucht zwar mehr als 500m bis zum Stillstand, aber auch hier merkt man die Trägheit der Masse, wenn Koffer und Menschen durch die Gegend fliegen. Immer in Fahrtrichtung sitzen. Ich falle lieber auf andere, als dass andere auf mich fallen. Und die Koffer sollten unter dem Sitz sein und nicht über mir. Denn nach einem weichen Fallen in den Gegenüber möchte ich keinen Koffer an den Kopf bekommen. (klingt alles sehr egoistisch und ist es auch, aber….)
Und auch hier gilt, wo hängt der Nothammer oder welches Fenster ist mit einem Spezialgummi ausgestattet (bei alten IC-Wagen). Auch das kann im Fall des Falles helfen.

 

Im Auto:
Schnell fahren macht nur bis zum Krawumm Spass. Eine Stecke mit 130 zu fahren ist entspannter und man kommt fast genauso schnell an, wie ein “Heizer” (Spart auch Sprit und Verschleißteile).
Tipps: Beim Notbremsen wegen eines aufkommenden Staus nicht nur nach vorne gucken, auch den Rückspiegel beobachten. Was nützt ein gutes Halten, wenn der Nachfolger herein kracht. Und beim Abkommen von der Landstraße (kann leider immer wieder passieren) nicht auf die Bäume achten, sondern auf die Lücken dazwischen. Es ist nachgewiesen, dass die Leute nur gegen den Baum fahren, weil die ihn anvisieren. (Diese beiden Tipps klingen so einfach und “das ist doch klar, was schreibt der denn hier für einen Blödsinn”, Unfallberichte > auch von Skifahrern< sagen aber etwas anderes aus).

 

Und sonst:
Locker durchs Leben gehen, ein Restrisiko gibt es immer. Schon Majestix (der Gallierchef von Asterix und Obelix) wusste, dass es nichts Schlimmeres gibt, als wenn einem der Himmel auf den Kopf fällt.
Tipps an Freunde weitergeben erwünscht.